Welpenpflege, aber richtig – 5 Tipps für die Pflege eines Welpen

Wenn wir Menschen Nachwuchs bekommen, schauen wir genau auf die Pflege unseres Babys. Auch bei Hundewelpen ist die richtige Pflege wichtig, um Ihrem Hund ein gesundes, glückliches und langes Leben zu bereiten.
Natürlich stellen Sie sich die Frage: „Wie pflege ich meinen kleinen Liebling am besten?“
Auch zu dieser Frage bekommen Sie hilfreiche Tipps von uns.

Die Pflegemaßnahmen werden zu verschieden Perioden durchgeführt. Manche müssen täglich, andere wöchentlich oder wieder andere monatlich durchgeführt werden. Natürlich sind solche Pflegemaßnahmen neu für Ihren kleinen Liebling, weswegen Sie Ihren Welpen erstmals daran gewöhnen müssen. Dies funktioniert am Besten, indem Sie den Kleinen für sein stillhalten mit Leckerlis belohnen und Sie sollten Ihren Welpen frühzeitig an solche Maßnahmen gewöhnen.

Jetzt mehr zur richtigen Welpfenpflege erfahren…

Die Fellpflege

Bei der Fellpflege empfiehlt es sich Ihren Welpen jeden Tag zu bürsten. Man entfernt somit den dreckigen Staub oder Schmutzreste von einem Spaziergang und abgestorbene Haare werden aus dem Fell ebenso entfernt. Gleichzeitig tut man den Welpen noch mehr Gutes damit, da die Haut massiert wird und die Durchblutung gefördert wird und außerdem werden die Abwehrkräfte gegen Infektionskrankheiten gestärkt.

Es empfiehlt sich, dass Sie ihren Welpen vom Kopf zum Schwanz und nicht anderes herum bürsten, damit Sie das Bürsten für Ihren Welpen angenehm gestalten. Als erstes beginnen Sie kräftig über den Rücken zu bürsten, danach an den Seiten und zu guter Letzt an den Beinen. Nachdem dies erfolgreich gemeistert würde, geben Sie Ihrem Kleinem ein Leckerbissen für sein tolles Benehmen. Danach geht es an die Feinarbeit und zwar das Kämmen von Kopf bis Fuß.

Wie beim Menschen besitzen Hunde auch unterschiedliche Haararten, die einen etwas feiner und die anderen eher lockiger. Aus diesem Grund benötigt jede Hunderasse eine andere Pflege. Fragen Sie am besten Ihren Züchter nach dem Pflegeaufwand und lassen Sie sich auf jeden Fall die richtige Fellpflege beim Welpen und bei einem erwachsenem Hund zeigen.

Das Baden

Es empfiehlt sich grundsätzlich den Welpen so selten wie möglich zu baden, somit schädigen Sie den Schutzmantel der Hundehaut auch nicht. Bei häufigen Baden könnte dieser Schutzmantel nämlich geschädigt werden. Und keine Sorge Ihr Hund wird nicht mehr stinken, als ständig geschrubbte Hunde, bloß weil Sie ihn seltenerer baden.

Wenn sich Ihr Welpe ein Schlammbad gegönnt hat, brausen Sie ihn danach in der Badewanne mit lauwarmen Wasser ab. Außerdem sollten Sie einen Gleitschutzmatte oder ähnliches auf dem Boden platzieren, damit Ihr kleiner aufgedrehter Welpe nicht auf dem nassen Boden ausrutscht und sich noch verletzt.

Natürlich kann es auch passieren, dass sich Ihr kleiner Liebling an einem Misthaufen erfreut, sehr zum Ärger Ihrerseits. Dann muss sich der kleine Fechdachs natürlich eine ordentliche Säuberung unterziehen. Duschen Sie den kleinen Stinkerchen wieder mit lauwarmen Wasser ab, reiben Sie ihn sanft mit Hundeshampoo daraufhin ein. (Achten Sie beim Kauf des Hundeshampoo auf einen pH-neural Wert und das es rückfettend ist.) Danach spülen Sie den Kleinen wieder mit lauwarmen Wasser ab. Aber achten Sie besonderes darauf, dass kein Schaum in die Augen des Tieres gelangen, ebenso auch nicht in die Ohren. Trocknen Sie Ihren Welpen gründlich mit einem extra Handtuch und sauber ist Ihr kleiner Liebling wieder.

Die Krallenpflege

Zunächst einmal zur Funktion der Hundekrallen. Die Krallen des Welpen sind eine Art Unterstützung beim Laufen und nicht, wie bei Katzen, zur Jagd oder zum festhalten und einfangen von Beutetieren gedacht.

Hunde können nicht wie Katzen ihre Krallen abwetzen. Katzen haben zum Beispiel ihre Kratzbäume dafür. Aus diesem Grund wachsen die Krallen der Hunde ziemlich schnell. Sie müssen gestutzt und geschnitten werden. Vor allen Dingen sollten Sie die Krallen regelmäßig schneiten lassen, wenn sich Ihr Welpe häufig auf weichem Untergrund oder Teppichboden bewegt. Ansonsten könnten die Krallen verwachsen.

Auf natürlichen Weg lassen sich die Krallen natürlich auch von selbst ‚abnutzen‘, indem man dem Hund genügend Auslauf gibt. Durch die Bewegungen und das Laufen kürzen sich die Krallen auf eine normale Länge von selbst. Auch auf hartem Boden nutzen sich die Krallen auf natürliche Weise ab.

Sollten Sie und Ihr kleiner Liebling noch keine Erfahrungen mit dem Krallenschneiden haben, dann empfiehlt es sich einen Tierarzt aufzusuchen. Sie vermeiden damit die Gefahr Ihren Welpen unbewusst zu verletzten. Es besteht nämlich die Gefahr, dass Sie aus versehen durchbluteten Parteien erwischen und verletzten und dann kann es zu Blutungen kommen.

Es empfiehlt sich, dass man sich das Kürzen der Krallen beim Welpen von jemanden erfahrenem zeigen lässt. Darunter zählen Tierärzte, Hundezüchter oder ein erfahrener Hundehalter.

Man verhindert damit auch die Gefahr, dass man die Krallen zu kurz schneidet, denn sollten diese zu kurz geschnitten werden, kann es zu Schmerzen oder Entzündungen kommen und Sie wollen Ihren kleinen Liebling doch nicht verletzten.

Sobald Sie sich das richtige Krallenschneiden angeeignet haben, können Sie sich einen speziellen Nagelschneider für Hundekrallen kaufen und somit können Sie selbst die Krallen Ihres Welpen kürzen.

Die Ohrenpflege

Kommen wir nun zu einem der wichtigsten Sinnesorgane Ihres Tieres und zwar die Ohren. Ohne diese könnte Ihr kleiner Liebling sich nur noch kaum orientieren, deswegen ist es wichtig, dass Sie die Ohren Ihres Welpen regelmäßig auf Erkrankungen oder Verunreinigungen untersuchen. Einmal pro Woche sollten Sie die Ohren Ihres kleinen Lieblings kontrollieren.

Auch alle zwei Wochen sollten Sie die Ohren mit einem speziellen Mittel reinigen. Solche Ohrenpflegemittel bzw. Ohrtropfen können Sie nicht nur beim Tierarzt kaufen, sondern auch im Fachhandel. Außerdem können Sie auch einfaches Babyöl zur Reinigung der Ohren Ihres Welpen benutzen. Aber verwenden Sie niemals Seife! Und eine Reinigung mit Ohrstäbchen ist mit Vorsicht zu genießen. Dazu weiter unten mehr.

Hunde mit langen Haaren haben meist das Problem, dass sich die langen Haare an den Ohren verfilzen. Diese Verfilzung sollten Sie vorsichtig mit einer Schere abscheiden. Vor allen Dingen ist dies bei langohrigen Hunden wichtig, damit man Entzündungen der Ohrmuschel vermeidet.

Mit einem fusselfreien Tuch reinigen Sie die äußeren Ränder der Ohrmuschel am Besten.

Anderes als bei uns Menschen wird das Innere des Ohres nie gereinigt, so wie wir Menschen es machen. Es wird nur der äußere Bereich gereinigt. Das Innere reinigt sich quasi von selbst. Trotzdem sollten Sie das Ohrenschmalz, welches sich im äußeren Bereich des Ohres befindet, vorsichtig entfernen. Aber dabei sollten Sie darauf unbedingt achten, wenn Sie Wattestäbchen verwenden, dass Sie nicht aus versehen zu tief in das Ohr des Welpen eindringen. Es ist sehr zu empfehlen sich die Reinigung der Hundeohren von einem Tierarzt zeigen zu lassen.

Außerdem sollten Sie dringend einen Tierarzt aufsuchen, wenn sich Ihr Hund häufig an den Ohren oder in den Ohren kratzt oder wenn Sie Eiter oder Blut im Inneren der Ohren finden.

Sollte Ihr Hund bräunlichen Ausfluss an den Ohren haben, der ziemlich unangenehm riecht, sollten Sie dringend und schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Die Augenpflege

Wenn Ihr Welpe ein Schläfchen gehalten hat, dann kann es sein, dass es zur einer Bildung von getrocknetem Augensekret kommt. Aus diesem Grund sollten Sie nach jedem Schlaf Ihres Welpen oder auch Ihrem erwachsenem Hund die Augen kontrollieren. Eitriges Sekret sollte sofort entfernt werden.

Dies funktioniert folgender Maßen: Sie reinigen am besten die Außenränder (das Augenlid, Wimpern und nach außen sichtbaren Tränendrüse) des Auges, in dem Sie die Verkrustungen mit Wasser befeuchten und die verkrusteten Verunreinigungen weichen sie ein. Die getrocknete Tränenflüssigkeit und das Augensekret wird dabei vorsichtig eingeweicht und anschließend mit einem weichen und nicht fusselnden, feuchten Tuch entfernt, indem man es abwischt. Dabei sollten sie darauf achten, dass Sie immer von innen nach außen wischen, wie bei der Reinigung Ihre eignen Augen. Also vom Tränenkanal weg, zu den äußeren Rändern vorsichtig wischen.

Außerdem achten Sie darauf, dass Sie bei jeder Reinigung des Auges ein neues Tuch verwenden. Verwenden Sie ebenfalls für jedes Auge ein extra Tuch, damit Sie Vernutzungen und Keime nicht von einem Auge auf das andere übertragen.

Wenn die Augen Ihres Welpen gerötet oder entzündet sind, sollten Sie die Reinigung nicht selbst anwenden, sondern einen Tierarzt aufsuchen. Sie sollten außerdem einmal pro Woche die Augen Ihres Hundes auf solche Rötungen oder Entzündungen untersuchen.

Sollten Sie dabei eine auffällige Augenrötung, eine starkes Tränen oder eine Rötung der Bindehaut entdecken, dann gehen Sie zu einem Tierarzt und schildern Sie Ihre Beobachtung. Natürlich kann es nur eine Reizung der Augen sein, die schnell wieder abklingt, aber sollte die Rötung nicht nach einem Tag abklingen kann es eine Bindehautentzündung sein. Diese sollte behandelt. Welpen holen sich schneller eine Entzündung der Augen bei Zugluft, also vermeiden Sie diese am besten.

Wenn zur selben Zeit immer wiederholt eine Vereiterung der Augen (eitriger Ausfluss), eine Rötung der Bindehaut und der Augen oder starke tränende Augen bei Ihrem Welpen auftreten, dann sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.